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Was ist Commerce Media?

Commerce Media – dieses Stichwort ist in der Werbebranche aktuell in aller Munde. Doch was genau ist Commerce Media? Wir bieten eine Definition und zeigen, warum ...

Aktualisiert am 11. September 2025

In der Werbebranche wird derzeit immer häufiger von „Commerce Media“ gesprochen. Nicht ohne Grund: Es handelt sich dabei um einen neuen Ansatz für die digitale Werbung, die auch den Handel an sich verändert. Aber Commerce Media scheint zunächst ein einfacher und klarer Begriff zu sein – doch fragt man nach einer Erklärung, erntet man oft nur ein fragendes Schulterzucken.

Dafür gibt es einen guten Grund. Denn trotz der einfachen Bezeichnung ist Commerce Media ist ein noch sehr neuer und vielschichtiger Werbeansatz. Im Folgenden schlüsseln wir diesen Begriff auf, geben euch eine Definition und werfen einen Blick auf die Trends hinter Commerce Media.

Wie definiert sich Commerce Media?

Wenn man einen weit gefassten Begriff wie diesen definiert, hilft es, ihn zunächst aufzuschlüsseln. Betrachten wir die einzelnen Wörter der Formulierung aus der Perspektive der digitalen Werbung:

Wenn wir diese beiden Elemente zusammenführen und um einem wichtigen Zusatz – Commerce-Daten und Intelligenz – ergänzen, kommen wir zur endgültigen Definition für Commerce Media:

Commerce Media: Ein neuer Ansatz für digitale Werbung, der Commerce-Daten und -Intelligenz kombiniert, um Konsumenten entlang ihrer gesamten Customer Journey anzusprechen und Werbetreibende sowie Medieninhaber dabei zu unterstützen, Commerce-Ergebnisse (Sales, Umsatz, Leads) zu steigern.

Es gibt dabei drei wesentliche Faktoren: Zum einen benötigt man Commerce-Daten (Kauf- und Absichtsdaten) in großem Umfang. Dann muss man in der Lage sein, diese Daten dazu zu nutzen, Zielgruppen anzureichern sowie die Werberelevanz zu erhöhen. Und letztlich muss man die so gewonnenen Erkenntnisse mit den Medien verknüpfen, um die richtige Werbung an der richtigen Stelle zu schalten.

Es geht auch darum, in allen Abschnitten der Customer Journey – vom ersten Entdecken eines Produkts über die Consideration bis hin zur Conversion – relevante Werbung auszuspielen und dabei in jeder Phase messbare Ergebnisse zu erzielen.

Und das gilt nicht nur für Marketer. Commerce Media ist auch das Mittel, mit dem Medieninhaber (Publisher und Retailer) ihre First-Party-Daten und ihr Inventar aktivieren und für Advertiser dafür nutzbar machen können, Commerce-Ergebnisse zu erzielen.

Allgemeiner betrachtet ist Commerce Media ein positiver Kreislauf, in dem Marketer, Medieninhaber und Konsumenten gleichermaßen voneinander profitieren.

Amazon ist der Beweis dafür, dass Commerce Media funktioniert. Aber Einkaufen beginnt und endet nicht bei Amazon (tatsächlich gibt es mehr Shopping in der Welt des offenen Internets). Also ist auch Commerce Media nicht nur auf Amazon beschränkt. Marketer, Publisher und Retailer können Commerce Media nutzen, um sich untereinander zu vernetzen, und Kaufinteressierte an all jenen Orten zu erreichen, an denen sie jenseits von Amazon shoppen.

Commerce Media …

… ist offen. Commerce Media verbindet Marketer und Medieninhaber im offenen Internet, wo Kontrolle und Transparenz eine entscheidende Rolle spielen. Im Wesentlichen schafft dieser Ansatz also einen offenen Internet-Marktplatz.

Trends, die den Aufstieg von Commerce Media vorantreiben:

Commerce Media heute und morgen

Heute präsentiert sich Commerce Media im offenen Internet noch fragmentiert, mit Demand-Side-Plattformen (DSPs), Supply-Side-Plattformen (SSPs) und Retail-SSPs, die alle getrennt voneinander operieren. Doch aufgrund immer strengerer Datenschutzbestimmungen und der bevorstehenden Abschaffung von Drittanbieter-Cookies suchen Marketer und Medieninhaber nach schlankeren Lösungen für die Verwaltung, die Skalierung und die Aktivierung von First-Party-Daten sowie von adressierten Zielgruppen. Es steht zu erwarten, dass sich Commerce Media schnell in diese Richtung entwickelt: Die Zusammenarbeit zwischen Werbetreibenden und Medieninhabern wird einfacher werden; im Gegenzug erhalten Menschen online ein reichhaltigeres Werbeerlebnis.