Alternative IDs in der Post-Cookie Welt – Ein Leitfaden | DE - Criteo.com
Alternative IDs in der Post-Cookie Welt – Ein Leitfaden
Sobald Google den Third-Party Cookie in Chrome abschafft, steht die wirkliche Bewährungsprobe für die digitale Werbeindustrie an. Welche alternativen IDs gibt es?
Aktualisiert am 17. September 2024
Ob ihr damit einverstanden seid oder nicht: Bis Ende 2024 schafft Google den Third-Party Cookie in Chrome ab. Die digitale Werbeindustrie hat mit der Abschaffung von Cookies in Apple Safari und Mozilla Firefox in den letzten Jahren bereits Erfahrungen gesammelt, aber die wirkliche Bewährungsprobe kommt erst nächstes Jahr, und alle Akteure im Programmatic-Sektor müssen darauf vorbereitet sein.
Die endgültige Abschaffung der Third-Party Cookies durch Google bedeutet für die Branche einen gravierenden Wandel. Die Grundlagen für die Funktionsweise der digitalen Werbung werden sich fundamental ändern. Advertiser, Publisher und Datenanbieter werden sich anpassen müssen, nachdem sie sich jahrelang auf Cookies zur Identifizierung, Ansprache, Erfolgsmessung, Attribution und Personalisierung verlassen haben. Zum Glück für sie sind bereits eine Reihe von Lösungen verfügbar, die alle darum konkurrieren, die Lücke zu füllen.
Zu diesen Lösungen gehören alternative IDs, Googles Privacy Sandbox, kontextbezogene Tools und First-Party Daten. In diesem Artikel befassen wir uns mit der ersten dieser Lösungen: alternative IDs.
Was sind alternative IDs?
Die am weitesten verbreiteten Lösungen sind alternative Third-Party IDs, die dazu dienen, die Third-Party Cookie-Funktionalität zu replizieren – allerdings ohne die Herausforderungen beim Datenschutz, vor die uns Cookies gestellt haben. Um solche Herausforderungen zu umgehen, benötigen alternative IDs jedoch andere Daten zum genauen Identifizieren des Nutzers.
Die bestehenden alternativen IDs können grob in zwei Lager unterteilt werden: deterministisch und probabilistisch.
Deterministische IDs stützen sich auf persönlich identifizierbare Informationen (PII) zu einem Nutzer, normalerweise in Form einer E-Mail-Adresse. Diese E-Mail-Adresse wird gehasht, um die ID zu anonymisieren und die Privatsphäre des Nutzers zu schützen. Diese IDs funktionieren nach wie vor auf Grundlage der Einwilligung des Nutzers, die in der Regel über den Anmeldeprozess eingeholt wird, und der vom Nutzer festgelegten Präferenzen. Allerdings stellt die Skalierung eine zentrale Herausforderung für deterministische IDs dar, da diese ID-Form darauf angewiesen ist, dass Publisher und Advertiser von ihren First-Party Zielgruppen eine authentifizierte Registrierung erlangen.
Probabilistische IDs versuchen, sich der Identität von Nutzern anzunähern, ohne sich auf zuvor erfasste First-Party Daten verlassen zu müssen. Sie nutzen eine Reihe von Signalen, um die Identität eines Nutzers bestmöglich zu bestimmen. Zu diesen Datenpunkten kann etwa Folgendes gehören: IP-Adresse, Gerätetyp, Bildschirmauflösung und Betriebssystem. Während probabilistische IDs eine größere Reichweite bieten können, kann es zu Dateninkonsistenzen kommen; zudem ist es oft schwierig, Personen geräteübergreifend zu tracken.
Die wichtigsten Lösungen für alternative IDs
Deterministische IDs
Unified ID (UID) 2.0
Die vielleicht am meisten diskutierte Lösung ist die Unified ID (UID) 2.0.
RampID
RampID ist die Cookie-Alternative von LiveRamp.
SharedID
Zusätzlich zum Einsatz von UID2 bietet Prebid auch SharedID.
Probabilistische IDs
ID5
Die ID5-Lösung ist ein probabilistischer Identifikator.
Panorama ID
Die Panorama ID von Lotame ist eine personenbasierte, datenschutzkonforme Identitätslösung.
Hybrid-Lösungen
LiveIntent NonID und Authenticated Bridge
Der LiveIntent Identity Graph kombiniert Machine Learning mit Echtzeitsignalen.
Audigent Hadron ID
Die Hadron ID von Audigent ist ein weiteres Beispiel für Hybrid-Identität.
Welche alternative ID-Lösung ist die Beste?
Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage – und es wird sie wahrscheinlich auch nie geben. Daher kommt es darauf an, dass ihr einen Partner findet, der bereit ist, eine Vielzahl von ID-Lösungen zu testen, um herauszufinden, welche für euch und euer Geschäft am besten geeignet sind.
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