[FORSCHUNG] Die Wirtschaft 2020 und Social Distancing: Wie kaufen Konsumenten in dieser Zeit? | DE - Criteo.com

[FORSCHUNG] Die Wirtschaft 2020 und Social Distancing: Wie kaufen Konsumenten in dieser Zeit?

Wir analysieren die Verbrauchertrends während der Corona-Pandemie. Dabei arbeiten wir eng mit Unternehmen aus vielen von den Veränderungen betroffenen Branchen zusammen.

Aktualisiert am 9. April 2020

Weltweit bilden sich in der Folge der Corona-Pandemie neue Verhaltensmuster und Trends heraus. Bis Ende März sind mehr als 3,38 Milliarden Menschen, das sind etwa 43 Prozent der Weltbevölkerung, aufgefordert oder angewiesen worden, Maßnahmen zum sogenannten Social Distancing zu befolgen.
Social Distancing ist zur Normalität geworden. In New York City, dem derzeitigen Epizentrum der COVID-19-Pandemie, ist der Times Square menschenleer und über den Straßen der „Stadt, die niemals schläft“ liegt eine unheimliche Ruhe. In Barcelona ist kein Mensch in den sonst so belebten Las Ramblas. Ähnlich verwaist sind die Champs-Élysées in Paris, die Spanische Treppe in Rom und der Central Business District in Singapur.

Criteo verfügt über Niederlassungen auf der ganzen Welt. So konnten wir an vielen Orten die Auswirkungen von Social Distancing aus erster Hand erleben. Wir analysieren die Verbrauchertrends während der Corona-Pandemie.

Social Distancing & die neue Normalität

Präventive Strategien wie die Einschränkung von Reisen und die Absage von Massenveranstaltungen – einschließlich Hochzeiten, Sportveranstaltungen und Live-Konzerten – wurden in den vergangenen Wochen in immer größerem Maße umgesetzt.

Hier bei Criteo analysieren wir Daten aus mehr als 80 Ländern und von über zwei Milliarden aktiven Käufern pro Monat.
Diese Daten stammen von 20.000 Einzelhändlern, die mit Criteo zusammenarbeiten. Mit unseren Erkenntnissen wollen wir Unternehmen dabei unterstützen, wie sie aktuell Kunden erreichen und Werbekampagnen entwickeln können.

COVID-19 sorgt für eine massive Verlagerung des Retail-Geschäfts von Offline nach Online

Akamai, ein Web-Dienstleistungsunternehmen, berichtete Anfang des Monats, dass der tägliche Web-Traffic um 50 Prozent gestiegen ist. In einer kürzlich von Criteo durchgeführten Umfrage unter mehr als 10.000 Konsumenten weltweit gaben mehr als die Hälfte an, wegen der Corona-Pandemie mehr online einzukaufen.

1. Der Verkauf von Süßwaren ist gestiegen

Die Umsätze mit Süßwaren und Schokolade legten stark zu. In Großbritannien (+779 %) und Italien (+736 %) versiebenfachten sie sich gegenüber den ersten vier Wochen des Januar. In Brasilien und Frankreich stiegen sie jeweils um 146 Prozent.

2. Anstieg der Sales von Freizeitkleidung

In den USA waren Skorts (+336%) und kurze Hosen (+330%) die Spitzenreiter. Auch in Großbritannien (+167 %), Deutschland (+244 %) und Italien (+77 %) kam es zu einem deutlichen Anstieg der Umsätze mit kurzen Hosen.

3. Das Sportartikel-Geschäft erlebt ein kräftiges Plus

Die Nachfrage nach Inlineskates und Rollschuhen stieg in Deutschland (+983 %) und in den USA (+878 %). Viele Verbraucher stehen daher vor der Frage, wie sie gesund und in Form bleiben können.

4. Webcams und Gaming starten durch

Um das Gefühl der Isolation und der Langeweile zu bekämpfen, geben die Konsumenten Geld für Produkte aus, die ihnen helfen, in Verbindung zu bleiben, und die Unterhaltung bieten. Die Verkäufe von Webcams stiegen in Frankreich um 1.633 Prozent, in Deutschland sogar um 2.418 Prozent.

Wie sollten Brands über Social Distancing denken?

Unsere neue Social Distancing Economy zeigt, dass die Konsumenten vermehrt Geld für Produkte ausgeben, die nicht mehr essenziell sind, aber die Lebensqualität steigern sollen.

1. Gestaltet relevante Creatives.

Es ist entscheidend, für eure Kunden präsent zu bleiben.

2. Konzentriert euch auf Produkte, die zu Social Distancing passen bzw. dieses unterstützen.

3. Informiert euch regelmäßig.

4. Baut Kundenbeziehungen auf

Mit dem richtigen Messaging und Branding können Marken Beziehungen zu Kunden aufbauen, die zu einer nachhaltigen Kundenbindung führen.

Die Zukunft

Alle Werbetreibenden sollten die Realitäten der Social Distancing Economy anerkennen.
Personalisierte Werbekampagnen helfen den Konsumenten zu finden, was sie in dieser Zeit wirklich brauchen.